Jahresbericht 2023 - Technische Hochschule Georg Agricola

„Dennoch fühle ich mich noch nicht ganz eingearbeitet“, schmunzelt Wegge. Dies liege jedoch keineswegs an der Aufnahme an der Hochschule. „Meine Kolleg:innen sind großartige Menschen und unterstützen mich bestens. Ich freue mich darauf, weiterhin mit ihnen zusammenzuarbeiten.“ Als Nachfolger von Prof. Dr. Norbert Hüttenhölscher hat er sich zunächst auch an dessen Lehrthemen orientiert, um nicht komplett von vorne zu beginnen. In Zukunft sollen jedoch vermehrt Wegges eigene Schwerpunkte einfließen. Besonders wichtig ist ihm, dass die Studierenden praktische Erfahrungen sammeln können, sei es durch Projektarbeiten oder Exkursionen zu Unternehmen wie dem Pumpenhersteller Wilo, wo sie Einblicke in Energiemanagementsysteme erhielten. „Unsere Studierenden benötigen den Kontakt zur Industrie, um das Gelernte in der Praxis zu erleben“, betont er. Das theoretisch Besprochene im Hörsaal dann noch einmal praktisch vor Ort zu erleben, sei für die Studierenden äußerst wertvoll. Jedoch erfordere dies einen großen Organisationsaufwand. „Um solche Exkursionen zu ermöglichen, muss immer klar sein, dass die Studierenden davon am Ende einen Nutzen haben. Dann ist der hohe Organisationsaufwand auch nur halb so schlimm“, erklärt Wegge mit einem Lächeln. Für die Zukunft plant er, die Lehrinhalte weiter zu optimieren und die Zusammenarbeit mit Unternehmen und anderen Laboren zu intensivieren, um den Studierenden noch bessere Möglichkeiten für praktische Erfahrungen zu bieten und sie optimal auf ihre berufliche Zukunft im Bereich der regenerativen Energien vorzubereiten. Dazu passt es auch, dass der Wissenschaftsbereich II bereits an der Reakkreditierung arbeitet. „Das ist eine wichtige Aufgabe. Wir möchten attraktiv für die Studierenden sein und ihnen ein umfassendes Studium bieten“, so Wegge. Für ihn bedeutet dies, ein vollständiges Paket im Bereich der Energietechnik zu schnüren, um die neue Studierenden-Generation anzusprechen. GREEN ENERGY LAB – VERSTÄNDNIS UND EINSATZ NEUER ENERGIEN Wegges erstes großes eigenes Projekt ist das Green Energy Lab. Dieses Labor soll ein Ort der Innovation und Entdeckung werden, das den Studierenden eine fundierte Ausbildung im Bereich des Klimawandels und der erneuerbaren Energien bietet. Doch um diesem Anspruch gerecht zu werden, muss es auf den neuesten Stand gebracht werden. „In diesem Labor geht es vor allem darum, den Studierenden ein physikalisch fundiertes Verständnis für grüne Energietechnologien zu vermitteln. Es geht darum, Dinge wie beispielsweise die Funktionsweise eines Windrades oder einer kleinen Solarzelle zu verstehen. Solche Zusammenhänge zu begreifen, ist spannend“, erklärt der Wissenschaftler. Das Labor soll dabei nicht nur der Lehre, sondern auch der Forschung dienen. Es soll eine Plattform bieten, „Unsere Studierenden benötigen den Kontakt zur Industrie, um das Gelernte in der Praxis zu erleben.“ 27 MASCHINENBAU UND MATERIALWISSENSCHAFTEN

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